
Die Instandsetzung von Elektromotoren kleinerer Leistungsgruppen und besonders von Elektrowerkzeugen wie Bohrmaschinen, Winkelschleifer, Stich- und Kreissägen ist aufgrund hoher Material- und Lohnkosten in Deutschland nicht mehr kostengünstig durchzuführen. Der Preisverfall für Neugeräte durch den globalisierten Handel hat ebenfalls dazu geführt, dass handwerkliche Tätigkeiten in der Ausbildung wie Ankerwickeln, Kollektor egalisieren und ausfräsen, Polpakete neu wickeln gar nicht mehr angeboten werden.
Die neuen EU-Richtlinie von 2005 verpflichten zwar die Hersteller, ihre Altgeräte wieder zurückzunehmen, aber eine Wiederverwertbarkeit dieser defekten Elektrowerkzeuge erfolgt nach dem Prinzip: „Verschrotten! Shreddern! Recyceln!“
Besonders in einem Entwicklungsland können diese defekten Qualitäts- Elektrowerkzeuge, die handwerkliche Ausbildung zum Facharbeiter nach europäischem Standard verbessern und sollten als eine wertvolle materielle Hilfe angesehen werden, neben der theoretischen auch die dringend notwendige praktische Ausbildung zu fördern.
H.D. Palapys, Elektromaschinenbaumeister und Unternehmer aus Oberhausen, versucht genau diese Projektidee für den Bereich Elektromaschinenbau im Senegal (Westafrika) zu realisieren. Aufgrund seiner vierzig jährigen Erfahrung im Reparaturgeschäft der Fa. Basten & Palapys GmbH hat er die fachliche Kompetenz, eine Ausbildung vor Ort zu organisieren und durchzuführen.
2004 hat die Partnerorganisation ASPAIL in verschieden Städten im Senegal und in der Casamance ein Treffen aller Handwerksbetriebe im Fachbereich Elektromaschinenbau und Elektromechanik organisiert, um überbetriebliche Ausbildung in unterschiedlichen Seminaren anzubieten.